Was motiviert dich, über deine Pensionierung hinaus bei der Kifa tätig zu sein?
Ich fühle mich wohler mit einer gewissen Struktur im Alltag. Wenn ich die Leichtigkeit des Seins mit einer Verpflichtung kombinieren kann, ist es für mich ideal. Dadurch kann ich meine Freiheiten sogar noch mehr geniessen. Mit meinem kleinen Arbeitspensum über die Pensionierung hinaus bleibe ich aktiv und kann mir gleichzeitig auch einen schönen Zustupf für meine Hobbies ermöglichen.
Gibt es einen Moment aus deinem Arbeitsalltag, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
Einen einzelnen Moment, den ich besonders hervorheben würde, gibt es eigentlich nicht. Ich begleite die Kifa-Kundin, bei der ich regelmässig als Nachtwache im Einsatz bin, bereits seit vielen Jahren. Für mich ist das Besondere an meinem Beruf vor allem die Sinnhaftigkeit. Es gibt mir ein gutes Gefühl zu wissen, dass ich mit meiner Arbeit zu einer besseren Lebensqualität der Kundin beitragen kann.
Was bedeutet die Arbeit bei der Kifa für dich persönlich?
Im Fall meiner Kundin wäre aufgrund der intensiven Betreuung und Überwachung eine Einweisung in eine medizinische Institution unumgänglich, wenn Sie nicht ihr eigenes Team hätte. Für mich ist es deshalb etwas ganz Besonderes, mit meiner Arbeit dazu beitragen zu können, dass meine Kundin weiterhin zuhause in ihrem vertrauten Umfeld leben kann. Ich darf Wohlbefinden schaffen und ein Stück Freiheit ermöglichen. Genau das macht meinen Beruf für mich so bedeutungsvoll.
Vielen Dank, Karlheinz, für deinen langjährigen Einsatz und die persönlichen Einblicke in deine Arbeit bei der Kifa. Geschichten wie diese zeigen, was die Kifa seit 35 Jahren ausmacht: Vertrauen, Beständigkeit und Menschlichkeit.
Redaktioneller Hinweis: Die Kifa betreut in erster Linie schwer pflegebedürftige Kinder und Jugendliche mit teils lebenslimitierenden Erkrankungen bis zu ihrem 18. beziehungsweise 20. Lebensjahr. Die Lebenswege unserer Kundinnen und Kunden verlaufen dabei sehr unterschiedlich. In einzelnen Fällen bleibt eine Begleitung auch über das 18. Altersjahr hinaus bestehen – allerdings nur dann, wenn die betroffenen Personen bereits seit ihrer Kindheit von einem vertrauten Kifa-Team betreut werden. Für manche Betroffene wäre ein täglicher Wechsel des Pflegepersonals nicht tragbar.