35 Jahre Kifa – 35 Jahre voller Geschichten

In den vergangenen Monaten haben wir Menschen vorgestellt, die die Kifa im Alltag prägen – in der Pflege, hinter der Kamera oder als Regionalleitung. Doch hinter jeder Organisation steht auch eine strategische Verantwortung. Unsere Stiftungsratspräsidentin Astrid Estermann gibt Einblick in ihre Perspektive auf die Entwicklung der Kifa, ihre gesellschaftliche Bedeutung und ihre Vision für die Zukunft.

Als Stiftungsratspräsidentin begleitest du die strategische Entwicklung der Kifa. Was ist aus deiner Sicht besonders wichtig, damit sich unsere Stiftung auch in Zukunft erfolgreich für Familien mit schwer pflegebedürftigen Kindern und Jugendlichen einsetzen kann?
Es ist von grosser Bedeutung, dass wir unsere zentralen Stärken bewahren. Dazu zählen vor allem unser Bezugspflege-System sowie unsere Entlastungsangebote. Sie bilden seit vielen Jahren den Kern unserer Arbeit. Gleichzeitig dürfen wir nicht stehen bleiben. Besonders bei den Entlastungsangeboten ist es wichtig, dass wir kontinuierlich neue, passende Projekte prüfen und integrieren. So stellen wir sicher, dass wir nah an den Bedürfnissen unserer Kundinnen und Kunden bleiben und unsere Unterstützung laufend weiterentwickeln können.

Die Kifa begleitet Familien oft über viele Jahre hinweg. Was macht diese Arbeit aus deiner Sicht gesellschaftlich so wertvoll?
Der gesellschaftliche Wert unserer Arbeit zeigt sich vor allem in der langfristigen Begleitung der Familien. Über viele Jahre hinweg dieselben Bezugspersonen zu haben, schafft Vertrauen, Nähe und Stabilität. Gerade in der heute sehr schnelllebigen Zeit, die viel Flexibilität erfordert, bringt diese konstante Beziehung Ruhe ins Familiensystem. Gleichzeitig bleibt die Kifa mit ihrer Pflege am Puls der Zeit und entwickelt sich mit den medizinischen Fortschritten weiter.

Wenn du an die nächsten Jahre denkst: Welche Chancen oder Entwicklungen siehst du für die Kifa?
Eine wichtige Entwicklung ist für mich die bevorstehende Zertifizierung unseres Qualitätsmanagements nach dem Swiss Care Excellence Certificate (SCEC). Sie ist weit mehr als eine formale Anforderung, denn sie unterstreicht unseren Anspruch, Familien mit höchster Professionalität und Verbindlichkeit zu begleiten. Weiter wünschen wir uns, unserer Arbeit mit der Zertifizierung auch nach aussen mehr Gewicht und Anerkennung zu verleihen.

Was motiviert dich persönlich am meisten für dein Engagement?
Es erfüllt mich mit Stolz, seit bald sechs Jahren Stiftungsratspräsidentin einer sinnstiftenden Organisation wie der Kifa zu sein. Besonders schätze ich die klare Leitungsstruktur, die gute Zusammenarbeit und die hohe Motivation unserer Mitarbeitenden. Das grosse Engagement und die hohe Zufriedenheit sind im gesamten Team deutlich spürbar.

Menschen mit Weitblick und Engagement prägen die Kifa. Herzlichen Dank, liebe Astrid, dass du unsere Arbeit seit fast sechs Jahren aktiv mitgestaltest.