35 Jahre Kifa – Bilder, die Geschichten erzählen

Im Januar haben wir eine ganz persönliche Geschichte erzählt: die von Pflegefachfrau Regula Schluep und der 15-jährigen Mira. Eine Geschichte die zeigt, was die Kifa ausmacht – festgehalten in Worten.

Im Februar richten wir den Blick auf das, was solche Geschichten sichtbar macht: die Bilder.

Seit fast zehn Jahren begleitet Margherita Delussu die Kifa fotografisch. Ihre Bilder sind ehrlich, voller Würde und erzählen Geschichten, die in Erinnerung bleiben. Zum Jubiläum haben wir ihr drei Fragen gestellt.

Margherita, was bedeutet es für dich, die Kifa schon seit so vielen Jahren fotografisch begleiten zu dürfen?
Sehr viel. Ich bin extrem dankbar für diese lange Zusammenarbeit. Die Kifa und ihre Werte passen zu meiner Haltung als Fotografin. Glanzvolles ist nicht meine Welt – ich möchte Authentisches zeigen. Die Kinder und Jugendlichen stehen als Menschen im Mittelpunkt, mit ihrer ganz eigenen Persönlichkeit. Genau das versuche ich in meinen Bildern sichtbar zu machen.

Deine Fotos entstehen oft in sensiblen Momenten. Wie gelingt es dir, Nähe und Vertrauen aufzubauen?
Vertrauen wächst mit der Zeit. Während der Ferienwoche in Walchwil bin ich jeweils einen Tag dabei und vieles fühlt sich inzwischen sehr vertraut an. Die Zusammenarbeit mit den Pflegefachpersonen ist dabei zentral. Sie spüren genau, wann ein Kind sich wohlfühlt und wann nicht. Es gibt zwar einen Regieplan, aber viel wichtiger ist es, flexibel zu bleiben. Geduld und das Warten auf den richtigen Moment gehören einfach dazu.

Bilder sagen oft mehr als Worte. Was möchtest du mit deinen Fotos für die Kifa zeigen und was nimmst du persönlich aus diesen Begegnungen mit?
Mir ist es ein grosses Anliegen, die wertvolle Arbeit der Kifa sichtbar zu machen. Bilder können Gefühle transportieren, ohne etwas erklären zu müssen. Besonders berührend ist es für mich, wenn ich ein echtes Lächeln einfangen kann. Diese Begegnungen geben mir viel.

Herzlichen Dank, Margherita, für deine Art, mit Bildern Geschichten zu erzählen – respektvoll und echt.