35 Jahre Kifa – Engagement, das über Jahre hinweg bleibt

Manche Menschen prägen eine Organisation nicht durch einzelne Momente, sondern durch ihre Beständigkeit. Sie bleiben, wachsen mit und tragen Verantwortung – oft über viele Jahre hinweg.

Renate Romeo ist seit 28 Jahren Teil der Kifa. In dieser Zeit hat sie unterschiedliche Rollen in der Pflege übernommen und die Kifa mit ihrer Erfahrung, ihrer Haltung und ihrer Nähe zu den Menschen mitgeprägt. Zum Jubiläum haben wir ihr drei persönliche Fragen gestellt.

 

Weisst du noch, was dich damals zur Kifa gebracht hat und was dich in den ersten Jahren besonders berührt hat?
Ja, sehr gut sogar. Als frisch gebackene Mutter war ich auf der Suche nach einer sinnvollen Tätigkeit, die sich mit meiner eigenen Familie vereinbaren liess. Mir war es wichtig, Familie und Beruf gut unter einen Hut zu bringen. Bei der Kifa stiess ich auf ein Inserat für Nachtwachen und Wochenenddienste. Diese Arbeitszeiten passten zu unserer Familiensituation und so begann mein Weg bei der Kifa.

Sehr rasch hat mir die Langzeitpflege «den Ärmel reingezogen». Damals arbeiteten wir zum Teil in grossen Teams. Bei komplexen Situationen war meist rund um die Uhr eine Pflegefachperson von der Kifa bei einer Familie. Als junge Mutter diese intensiven Familiensituationen mitzuerleben und das grosse Vertrauen zu spüren, das uns entgegengebracht wurde, hat mich tief berührt. Dieses Vertrauen beeindruckt mich bis heute.

28 Jahre sind eine lange Zeit. Was hat dich über all die Jahre hinweg bei der Kifa gehalten – auch in herausfordernden Momenten?
Es sind die Familien, die mich all die Jahre gehalten haben. Zudem kann ich voll und ganz hinter dem Sinn und Zweck meiner Arbeit stehen. Wenn ich an die Anfänge zurückdenke: Kifa begann als Idee im Wohnzimmer einer betroffenen Mutter. Daraus ist Schritt für Schritt ein professioneller Betrieb gewachsen, der sich stetig weiterentwickelt hat. Heute sind wir eine Kinderspitex-Organisation mit wertvollen Entlastungsangeboten, die über die Jahre entstanden sind. Es hat sich immer gelohnt, dranzubleiben. In meiner jetzigen Rolle sehe ich mich als Wegbegleiterin im Team – und es freut mich, gemeinsam etwas zu bewegen.

Wenn du an die Kifa von heute denkst: Was möchtest du weitergeben an die Menschen, die jetzt und in Zukunft Teil davon sind?
Ich wünsche mir, dass wir offen bleiben für neue Ideen und Projekte und dass wir weiterhin am Sinn und Zweck unserer Arbeit festhalten. Im Wandel sind wir nach wie vor. Wir bewegen uns im Gesundheitswesen seit jeher in einem Umfeld, das von Veränderungen geprägt ist. Gerade deshalb ist unser Miteinander entscheidend. Was die Kifa ausmacht, entsteht durch das Engagement jedes Einzelnen im Team.

Menschen, die mit Haltung Verantwortung übernehmen und tragen, bilden das Herzstück der Kifa. Danke, liebe Renate, dass du diesen Weg über 28 Jahre so tatkräftig mitgestaltet hast.